Wenn es Sie eiskalt erwischt
Ausgedehnte Eisflächen laden im Moment bei strahlendem Sonnenschein zwischen Rotachmündung und Eriskircher Ried zum Schlittschuhlaufen ein. An Eisgefahren denkt hier wohl niemand, denn wenn es kracht, steht man hier nur bis zu den Knöcheln im Wasser. Doch wo das Wasser tiefer ist, spielt man mit seinem Leben, wenn man nicht ein paar einfache Regeln beachtet.
15 cm muß das Eis mindestens dick sein, bei fließenden Gewässern wie der Rotachmündung sogar mindestens 20 cm. Allgemein gilt: Je dunkler das Eis, desto dünner. „Ausprobieren“ funktioniert nicht, denn dieser Versuch kann tödlich enden. Daß das Wasser recht kalt ist, leuchtet jedem ein, doch warum ist das so gefährlich?
Wasser leitet Wärme etwa 25 mal besser als Luft, d.h. es leitet auch die Körperwärme etwa 25 mal schneller aus dem Körper, als das an der Luft der Fall wäre. Der Körper steuert dem zwar entgegen, indem die Gefäße der Extremitäten sich verengen, um die Wärme im Körperkern zu halten. Und wer schnell wieder auf’s Trockene kommt, sei es aus eigener Kraft oder mit fremder Hilfe, kommt meist mit einer Unterkühlung davon. Bei einem Eisunfall zählt also für die Retter der DLRG jede Sekunde, in der der Körper weiter auskühlt. Die eisige Kälte des Wassers verursacht zudem starke Schmerzen und lähmt die Gliedmaßen in wenigen Minuten. Während die Überlebenszeit im 15 Grad kalten Wasser noch ca. 6 Stunden beträgt, verkürzt sich diese Zeit bei einer Wassertemperatur von 4 Grad bereits auf bis zu eine halbe Stunde. /sf
Die Eisregeln der DLRG finden Sie hier
75 Jahre DLRG - Feuer und Eis

Eine eiskalte Überraschung bot sich am Sonntag den Besuchern der DLRG Rettungswache. Ein Spaziergänger war mitten auf dem Parkplatz ins Eis eingebrochen und wurde von einem Helfer im Überlebensanzug ins Trockene gezogen. Trotz der sommerlichen Temperaturen lief dem einen oder anderen ein kalter Schauer über den Rücken, so realistisch war die Darstellung mit zwei lebensechten Figuren. Den zahlreichen Zuschauern, die zum „gemütlichen Hock“ am Tag der offenen Tür gekommen waren, sollten an diesem Tag jedoch noch kräftig eingeheizt werden. Kaum war die Musik der Gruppe Timeless verstummt, durchbrach eine Explosion die Stille. Im Rahmen einer realistischen Notfalldarstellung wälzten sich auf einmal zwei Schwerverletzte vor den geschockten Zuschauern auf dem Boden. Diese wurden nun unmittelbar Augenzeugen der Hilfeleistung durch die Schnelle Einsatzgruppe der DLRG, die sich mit dem Einsatzwagen einen Weg durch die Menge bahnen mußte. Selbst Rettungshubschrauber Christoph 45 stattete der DLRG hierzu einen kurzen Besuch ab. Die letzten Rauchschwaden hatten sich noch nicht verzogen, als die Gruppe Amassakoul mit Trommelwirbel eine halbe Stunde afrikanischer Rhythmen anstimmte. Nur die Atempausen luden zur Besichtigung der Fahrzeugschau und der ausgestellten Rettungsmittel ein. Es blieb jedoch noch genug Zeit zu einem gemütlichen Plausch, was viele dann bis spät in die Abendstunden nutzen. /sf

Hier finden Sie informationen zum Thema Sicherheit im und am Wasser und Interessantes rund um die DLRG Friedrichshafen.
DLRG Friedrichshafen bei Facebook
Die DLRG Friedrichshafen ist nun auch bei Facebook vertreten. Diese Gruppe ist allerdings nur den aktiven Mitgliedern der Ortsgruppe zugänglich.
Jeder kann die Gruppe und ihre Mitglieder sehen. Nur Mitglieder können die Beiträge lesen. Jedes Mitglied darf Beiträge erstellen, Fotos einstellen und die Chat-Funktion nutzen.
Was die DLRG so alles leistet
Bei einer Stippvisite im Bodenseekreis ist die SPD-Abgeordnete und stellvertretende DLRG-Bundesvorsitzende Ute Vogt über die Aktivitäten der Retter an mehreren Stationen informiert worden.
Die Bundestagsabgeordnete und stellvertretende DLRG-Bundesvorsitzende Ute Vogt sowie Vertreter der regionalen SPD bekamen auf ihrer Besichtigungstour am Bodenseeufer einen guten Eindruck von der DLRG-Arbeit am Bodensee. Startpunkt der Tour war die zentrale Wachstation in Friedrichshafen, die Schaltstelle für den Wasserrettungsdienst am See ist.
Kennzeichnend für den Bodensee sei die gute Zusammenarbeit mit der Wasserschutzpolizei und mit den Wasserrettungsorganisationen der Schweiz und Österreich, erklärte der DLRG-Bezirksvorsitzende Karl-Heinz Rimmele. Leider seien die Betriebskosten von 25 000 Euro jährlich nicht einmal zur Hälfte durch entsprechende Einnahmen gedeckt, so dass die DLRG auf Spenden und ihre Mitglieder angewiesen sei. Die Ausstattung mit Fahrzeugen, Booten und Gerätschaften sei auf dem neuesten Stand und biete den Ehrenamtlichen DLRG-lern gute Rahmenbedingungen für ihre Arbeit. Und wer sich für den Dienst am Nächsten engagieren wolle, so erklärte Rimmele weiter, dem biete die DLRG Ausbildungs- und Einsatzmöglichkeiten an, wie zum Beispiel beim Seehasenfest in Friedrichshafen.
Im Hafen in Immenstaad schilderte der DLRG-Vorsitzende Matthias Kiesel auf dem dort stationierten Boot eindrücklich Rettungseinsätze unter verschiedensten Wetterbedingungen. Im Strandbad Meersburg wurde Ute Vogt von der Ehrenvorsitzenden der Ortsgruppe Harriet Glan empfangen. Wie man in der DLRG Schwimmen lernen oder auch Rettungsschwimmer werden kann, stand an dieser Station im Mittelpunkt. Gerade in den Sommermonaten sucht die DLRG Rettungsschwimmer, die in den Strandbädern der Region Wachdienste übernehmen wollen.
Endstation der Tour war der Naturbadestrand in Sipplingen, wo die DLRG-Ortsgruppe eine eigene Wachstation erstellen will. Begeistert zeigte sich die Sozialdemokratin Ute Vogt von der Planung, Menschen mit Behinderung mit Hilfe wassergängiger Fahrzeuge das Baden im See zu ermöglichen.
Artikel aus Südkurier online: www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/bodenseekreis/Was-die-DLRG-so-alles-leistet;art410936,5012201
Tag der Familie 2011

Gleich zu Beginn der Badesaison stand den Häflern schon das Wasser bis zum Hals. Am Internationalen Tag der Familie fielen aufgrund der Witterung einige Außenveranstaltungen im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Dies war im Hallenbad zum Glück nicht anders. Ob es am freien Eintritt lag oder am abwechslungsreichen Rahmenprogramm, viele Familien hatten am Sonntag in die Ehlersstraße gefunden. Trotz harter Konkurrenz durch Schnuppertauchen und einen Ganzkörper-Wasserball stießen die Vorführungen der DLRG auf große Resonanz. Es wurden verschiedene Rettungsmittel und –techniken demonstriert, ebenso Wiederbelebungsmaßnahmen anhand einer lebensechten Puppe. Höhepunkt der Veranstaltungen waren jedoch mit Sicherheit mehrere realistische Rettungsübungen, die von Jugendleiter Oli Aich professionell moderiert wurden. Trotz des ernsten Hintergrundes dieser Aktion spiegelte sich in den leuchtenden Augen der zahlreichen, meist jüngeren Zuschauer wieder: Retten macht Spaß! /sf
Bilder der Einsatzübung zur AERO in der Galerie online








